Klahr    Alfred Klahr Gesellschaft

Verein zur Erforschung der Geschichte der Arbeiterbewegung

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Anna PECZENIK

9.2.1911–Ende 1944

Anna Peczenik (geb. Gadol) wurde am 9. Februar 1918 in Sofia geboren, lebte aber seit 1916 oder 1917 in Wien. Sie wuchs in einem bürgerlichen Elternhaus auf, kam aber als Jugendliche mit der sozialistischen Arbeiterjugend in Kontakt. 1931 trat sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Hermann Peczenik der KPÖ bei. Im April 1934 wurde Anna Peczenik erstmals festgenommen, nachdem bei einer Hausdurchsuchung in ihrer Wohnung kommunistisches Propagandamaterial gefunden worden war. Ende 1934 gingen Anna und Hermann Peczenik nach Prag, wo sich auch die Führung der KPÖ befand. Im Jänner 1937 verließen sie Prag, um über Paris nach Spanien zu gelangen, wo Anna bei den Internationalen Brigaden als Krankenschwester tätig war. Peczenik gehörte zu jenen ÖsterreicherInnen, die die KPÖ als französische FremdarbeiterInnen getarnt nach Österreich schickte, um hier den Widerstandskampf zu unterstützen. In Wien wurde sie in die Floridsdorfer Bezirksleitung eingebunden. Auch als Kurierin tätig, wurde sie im Sommer 1944 in Paris verhaftet und ins KZ Ravensbrück deportiert. Von dort kam sie in ein Außenlager bei Magdeburg, wo sie in einer Munitionsfabrik arbeitete. Sie wurde vermutlich um Weihnachten 1944 im KZ Buchenwald ermordet.

Literatur: Irene Filip: Anna Peczenik. Biographische Skizze einer Spanienfreiwilligen und Widerstandskämpferin, in: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Vereinigung österreichischer Freiwilliger in der Spanischen Republik 1936–1939 und der Freunde des demokratischen Spanien (Hg.): 80 Jahre Internationale Brigaden. Neue Forschungen über österreichische Freiwillige im Spanischen Bürgerkrieg. Wien 2016, S. 43–63.

 

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